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Bayern 2 radioFeatureHund_und_Wasserflasche

MEIN SCHNECK IST MIR BEDÜRFNIS.
Zur ökonomischen und ethischen
Relevanz unserer Tierliebe

Samstag, 16. April 2016 um 13:05 Uhr
Sonntag, 17. April 2016 um 21:05 Uhr (Wiederholung)

NDR Kultur, Kulturforum, Dienstag, 04. April 2017 um 20 Uhr

Unser Umgang mit Haustieren hat sich gewandelt, fundamental. Ob Katze oder Hund, Kanarienvogel, Flusskrebs oder Assel – als beste Freunde und treuste Begleiter mit einer Vielzahl menschlicher Errungenschaften und Privilegien sind unsere Haustiere längst ernst zur ernst zu nehmenden Konsumentengruppe geworden. Und der Markt stellt ihnen eine umfangreiche Produkt- und Diensleistungspalette bereit: Von der Wohnungseinrichtung im tierischen Möbeldesign und dem Traumurlaub im Tierhotel über Vorsorge-Möglichkeiten für schlechtere Zeiten bis hin zur letzten Ruhe auf dem Tierfriedhof. Es ist für alles gesorgt. Die Angebote unserer Wohlstandsgesellschaft schließen die Tiere mehr und mehr mit ein und gestalten ihre Biographien ganz nach unserem Vorbild.
Unterdessen werden Haustiere auch für die Tierhalter dank innovativer Forschung und breiter Angebotspaletten immer attraktiver.Heupferde

Für jedes Geld-, Zeit-, und Platzbudget findet sich das passende Tier: Von den versorgungsintensiven Haustierklassikern mit stetig steigender Lebenserwartung bis hin zu pflegeleichten und kurzlebigen Käfern – niemand muss mehr darauf verzichten, sein Fürsorge-Bedürfnis nach Belieben auszuleben.
Haustiere sind hoch im Kurs.


Doch auf welchen politischen Grundannahmen basiert die ökonomisch geprägte Verhaltensweise gegenüber unseren Haustieren? Und an welchem Punkt geraten sie mit unserer Tierliebe in Widerspruch? Welche ethischen Fragen wirft unsere Tierliebe auf? MEIN SCHNECK IST MIR BEDÜRFNIS begibt sich auf die Suche nach dem ökonomischen und ethischen Status Quo. Ist ein Haustier einfach nur das, was der Einzelne draus macht?

SprecherInnen:
Katja Bürkle, Johannes Hitzelberger, Marlen Reichert und Michael Tregor
InterviewpartnerInnen:
Prof. Dr. Roland Borgards
BesucherInnen und VerkäuferInnen der Heimtiermesse Hannover 2016
MitarbeiterInnen eines Tierhotels, eines Tiernotrufs und eines TierfriedhofsStrickhund_nah
Regie:
Gesche Piening
Kontrabass:
Barbara Streidl
Gesang:
Sextett „Wagnis3“
Ton und Technik:
Josuel Theegarten
Redaktion:
Katja Huber

Eine Produktion der Feature-Abteilung des Bayerischen Rundfunk 2016

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Bayern 2 radioFeature

Nominiert für den Alternativen Medienpreis 2016!

BESSER IST NICHT GUT GENUG
Leben in der atemlosen Gesellschaft

Samstag, 21. November 2015, 13:05 Uhr
Sonntag, 22. November 2015, 21:05 Uhr (Wiederholung)

Nachhören unter Bayern 2 radioFeature

Unter dem permanenten Druck, sich selbst unaufhörlich zu steigern und mehr und mehr aus dem Leben herauszuholen, wird es immer schwieriger, mitzuhalten. Doch anstatt sich von dieser Steigerungslogik zu emanzipieren und Alternativen zu erfinden, versuchen wir es trotzdem:

Kein Lebensbereich, der nicht noch weiter optimiert, kein Vorgang, der nicht noch effizienter gestaltet, keine freie Minute, die nicht durch den richtigen Lifestyle attraktiver aufgeladen werden könnte. Da fällt es kaum noch auf, worauf zu Gunsten ständiger Perfektionierung verzichtet wird. – Oder doch? Dass unsere tägliche Handlungsfreiheit dabei massiv eingeschränkt wird, nehmen wir in Kauf, ebenso, dass wir uns echte Solidarität mit denen, die – freiwillig oder unfreiwillig – abgehängt werden, nicht mehr leisten. Beides mögen wir zwar persönlich aufrichtig bedauern, zu einer Veränderung unseres gesellschaftlichen Handelns führt es jedoch nicht.

„BESSER IST NICHT GUT GENUG“ verfolgt die Idee der allumfassenden Optimierung vom Wochenbett bis hin zur Bahre und stellt die Frage nach dem Sinn dieser gesellschaftlichen Praxis.

SprecherInnen:
Katja Bürkle, Rahel Comtesse, Detlef Kügow und Friedrich Schloffer
InterviewpartnerInnen:
Margit Kreibe, Lion Leuker, Oliver Nauerz, Sophia Pustet und Dorothea Zeeb
Regie:
Gesche Piening
Musik (Komposition):
Maria Hafner, Claudia Kaiser, Richard Oehmann, Wolfgang Petters,
Knarf Rellöm und Manu Rzytki
Ton und Technik:
Michael Krogmann
Redaktion:
Katja Huber

Eine Produktion der Feature-Abteilung des Bayerischen Rundfunk 2015

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KREATIV ABER GÜNSTIG
Der Künstler als ideales Arbeitsmodell westlicher Ökonomien?
Ein Feature von Gesche Piening

Bayerischer Rundfunk / Deutschlandradio 2014

Nominiert für den Alternativen Medienpreis 2015!

Podcast:
In der „Dossier“, Deutschlandradio

„So entwickelt die Autorin einen spannenden Diskurs aus Interviewstimmen und dramatischem Text.“ Haidhauser Nachrichten, Markus Wagner, Juni 2014, ganzer Artikel

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BAYERN 2
Samstag, 14. Juni 2014, 13:05 Uhr
Sonntag, 15. Juni 2014, 21:05 Uhr

Deutschlandradio
Freitag, 12. Dezember 2014,
19:15 Uhr

Offensichtlich scheinen Unternehmen entdeckt zu haben, dass diese Form von – nennen wir es mal Flexibilität – die gepaart ist mit einer hohen Eigenmotivation, nämlich sich auch außerhalb der Arbeitszeiten oder am Wochenende aus Leidenschaft an Dinge zu setzen, etwas ist, was man sich auch in klassischen Unternehmen wünscht und man versucht, die Antriebe und Arbeitsweisen, die man mit Künstlern assoziiert, in die Unternehmen hineinzukopieren.“
Ulf Schmidt, Theaterautor, Blogger, Digitalberater, Theaternachdenker

 

Da gibt es ganz, ganz viele banale Beispiele im Alltag, wo Mitarbeiter sich zu wenig trauen, einen Prozess oder eine Aufgabe auch mal selbst zu gestalten, obwohl sie die Vorstellung dazu hätten, wie es sein sollte, aber sie trauen es sich nicht. Und der Künstler ist die Figur, die sich das traut.“  Agostino Cisco, Personalberater eines global agierenden Unternehmens

Eigenbrötlerisch, kompromisslos, gesellschaftskritisch, arm, aber glücklich und voller Selbstachtung – das war einmal. Das Klischee des weltfremden Künstlers ist passé. Wer sich heute noch für eine künstlerische Laufbahn entscheidet, sollte Begriffe wie Elfenbeinturm und Kompromisslosigkeit genauso aus seiner Mindmap streichen wie Selbstverwirklichung und Selbstachtung. Arm ist der Künstler nach wie vor, doch wo Kunst einst als Instrument zur Gesellschaftskritik galt wird sie heute als Tool zum unternehmerischen Erfolg verstanden, der Künstler selbst als Dienstleister, der von Projekt zu Projekt Flexibilität, permanente Verfügbarkeit, Risikobereitschaft und Anpassungsfähigkeit beweist. Längst kein Gegenentwurf zum Unternehmer mehr, ist er in der Mitte angekommen und gilt als das ideale Arbeitsmodell westlicher Ökonomien.

SprecherInnen:
Sabine Kastius, Thomas Meinhardt, Heinz Peter, Gesche Piening und Judith Toth
Interviewpartner:
Agostino Cisco (Personaler), Jürgen Enninger (Experte für creative industries),
Florian Fischer (Regiestudent) und Ulf Schmidt (Theaterautor).
Ton und Technik:
Michael Krogmann und Ruth-Maria Ostermann
Regie:
Gesche Piening
Musik:
Wolfgang Petters, Hausmusik
Produktion:
Bayerischer Rundfunk / Deutschlandradio 2014
Redaktion:
Katja Huber