Gesche Piening
Hörinstallation vor der Kirche
Foto: Jan Ott

Requiem für Verschwundene

Eine Hörinstallation für einsam und unbemerkt Verstorbene und für diejenigen, die zukünftig einsam und unbemerkt sterben werden. Von Gesche Piening

2020

Ort

Neben der St. Lukaskirche in München

Beschreibung

Jährlich werden in München über 600 Menschen von Amts wegen bestattet. Tendenz kontinuierlich leicht steigend.

„Von Amts wegen“ wird eine Bestattung dann durchgeführt, wenn keiner der bestattungspflichtigen Angehörigen bereit ist, die Totenfürsorge zu übernehmen. Oder es keine bestattungspflichtigen Angehörigen mehr gibt. Oder diese nicht ausfindig gemacht werden können.

Die Hörinstallation „Requiem für Verschwundene“ möchte dieser einsam und unbemerkt verstorbenen Münchnerinnen und Münchnern gedenken. Dafür wurden stellvertretend für alle von Amts wegen Bestatteten sechs Biographien ausgewählt, für die Totenrequien komponiert wurden.

Diese Totenrequien stehen im Mittelpunkt der Hörinstallation, die ursprünglich als Theaterpremiere im HochX geplant war, coronabedingt aber in eine Hörinstallation unter freiem Himmel umgewandelt wurde.

Förderer

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
In Zusammenarbeit mit dem Kunstausschuss St. Lukas.
Mit freundlicher Unterstützung durch das HochX Theater und Live Art

Logo Kulturreferat LH München Logo St. Lukas Logo HochX

Mitwirkende

Künstlerische Gesamtleitung und Text: Gesche Piening
Konzeptionelle Mitarbeit und Dramaturgie: Katja Huber

Komposition: Moritz Eggert, Maria Hafner, Mathis Nitschke, Wolfgang Petters, Manuela Rzytki, Asmir Šabic


Musiker*innen: Zoro Babel, Farandole-Quartett, Mathias Götz, Maria Hafner, Claudia Kaiser, Martin Lickleder, Mathis Nitschke, Wolfgang Petters, Peter Pichler, Manuela Rzytki, Asmir Šabic

Installation: Jan Ott

Sprecher*innen: Maria Hafner, Andreas Neumann

Sprachaufnahmen: Manuela Rzytki

Mastering: Zoro Babel

Graphik und Design: Jeannette Kummer

Produktion: Ulrich Zentner

PR & Öffentlichkeitsarbeit: Kathrin Schäfer KulturPR

Pressestimmen

„Requiem für Verschwundene“ stellt Verbindungen her zu Menschen, die man nie gekannt und nie vermisst hat. Der Hörgang, den man noch besser versteht, wann man sich auch die Hörspiele vorher anhört, schenkt den einsam Verstorbenen tatsächlich etwas Würde und erinnert, ohne moralisch zu werden, daran, dass man sich am Ende doch nur zu Lebzeiten umeinander kümmern kann.

Süddeutsche Zeitung

Und so handeln diese Geschichten von Einsamkeit, Alkoholismus, psychischem Verfall. Die Musik atmet diese Trauer. Die Werke etwas von Maria Hafner, Manuela Rzytzki und Moritz Eggert reichen von Avantgarde über Neofolk bis hin zu klassischer Singer-Songwriter-Duktus. Doch eint sie Verzweiflung und Klage. Der Besucher braucht Mut, sich ihnen zu stellen. Und wird danach als ein anderer in die Gesellschaft zurückkehren. Hoffentlich.

Münchner Merkur

Eine berührende und sehr nachdenklich machende Installation im Öffentlichen Raum, die unbedingt, womöglich als Wanderausstellung erhalten bleiben sollte.

Donaukurier Ingolstadt

Ich bin berührt. Es ist eine absolut gelungene Hörinstallation. Eindringlich, aber nicht moralisierend.

Radio Lora

Bildergalerie

Hörinstallation vor der Kirche
Foto: Jan Ott
„Requiem für Verschwundene“, Hörinstallation neben der St. Lukaskirche in München
Hörinstallation vor der Kirche
Foto: Jan Ott
„Requiem für Verschwundene“, Hörinstallation neben der St. Lukaskirche in München
Hörinstallation vor der Kirche
Foto: Jan Ott
„Requiem für Verschwundene“, Hörinstallation neben der St. Lukaskirche in München